[1957] - Hundertwasser, Friedensreich (eig. Friedrich Stowasser):
Hundertwasser. Meine Augen sind müde. ?Malereien von Hundertwasser?. Galerie St. Stephan Wien I. Wien, Galerie St. Stephan, 1957. Beids. bedrucktes u. illustriertes Plakat (31,5 x 89 cm). Das mehrfach gefaltet versandte Plakat diente gleichzeitig auch als Einladung und Katalog zu Hundertwassers dritter Ausstellung in Wien, der ersten außerhalb des Art Clubs. Neben mehreren Abbildungen enthält das typographisch in Rot und Schwarz gehaltene Plakat u.a. auch die Texte ?Ich bin schon ganz vertrottelt [...]? (?[...] Doch man baut Würfel, Würfel! [...]. Und das obwohl es schon 1957 ist. Wahnsinn [...]. Besser ist es die Leute abzuknallen oder im Mutterleib umzubringen als sie in Serienwohnungen zu setzen oder sie aus Tellern essen zu lassen von denen es schon tausend Abgüsse gibt und gerade die formschönen sind die gefährlichsten. Schauerlich [...]. Mit dem Geld das ich mit meiner Malerei verdiene, habe ich diesen Katalog bezahlt (ungefähr sechstausend Schilling) und heuer ein schönes Automobil und ein Haus in Frankreich gekauft. Maler sein ist kein Hungerleiderberuf denn man kann damit schnell reich werden?) und ?Ich esse nicht gerne Kirschen [...]?. - Gefaltet. Tlw. leicht berieben, mit wenigen Knickspuren u. in den Fälzen tlw. m. kl. Läsuren.
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[1959] - Brock, Bazon, Friedensreich Hundertwasser (eig. Friedrich Stowasser) u. Pierre Restany:
Der Zug einer Linie. [Die Linie von Hamburg; Große Hamburger Spirale]. Hamburg, Akademie Lerchenfeld, 1959. Typografisches Plakat (70,2 x 61,2 cm) auf rotem Papier, links unten m. mont. weißem Papierstreifen (150 x 12,8 cm). Im Wintersemester 1959/60 war Hundertwasser als Gastdozent an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (Ortsteil Lerchenfeld) tätig. Gemeinsam mit dem Kunsttheoretiker und Aktionskünstler Bazon Brock (und u.a. mit Herbert Schuldt) initiierte Hundertwasser am 18. Dezember 1959 um 15:11 Uhr eine Aktion, bei der eine ?unendliche Linie? durch die Wände, Türen und Fenster seines Ateliers gezogen werden sollte. Der ursprünglich geplante Verlauf war über den Klassenraum hinaus, auch mit Ausdehnung in den öffentlichen Raum der Umgebung der Hochschule in Hamburg. Die Aktion stieß jedoch auf Widerstand: die Hochschulleitung bzw. -verwaltung untersagte die Fortführung und Hundertwasser trat daraufhin von seiner Gastdozentur zurück. - Der mehrfach gefaltete montierte Papierstreifen mit Texten von Bazon Brock u. Pierre Restany (?Hundertwasser et la Spirale?). - Das empfindliche Plakat u. der mont. Papierstreifen mehrf. gefaltet u. mit kl. Läsuren (winzige Nadellöcher in den Ecken, Knickspuren u. wenige kl. Einrisse in den Bügen).
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[1959] - Hundertwasser, Friedensreich (eig. Friedrich Stowasser), Arnulf Rainer u. Ernst Fuchs:
Pintorarium. Wien, Druck: Urania V. U., 17. September 1959. Aus zwei einseitig bedruckten Teilen zusammengesetzte Gründungsschrift mit einem aquarellierten grünen Farbstrich (ca. 42 x 118 cm). Programmatische Gründungsschrift, welche gleichzeitig auch als Plakat konzipiert war (sie diente wohl, das Format und auch die typographische Gestaltung betreffend, als Vorbild für ?Die Blutorgel? von Adolf Frohner, Otto Muehl, Hermann Nitsch u. Josef Dvorak). - ?[...] Alle drei Unterzeichneten haben in den letzten zehn Jahren selbständig und unabhängig einen fruchtbaren Kampf in Europa geführt, der sowohl pintoral als auch problematisch seine Auswirkungen zeitigt. Alle drei sind selbständig mit eigenen Philosophien vor die Öffentlichkeit getreten, wovon eine Fülle von Theorien, Schriften, Vorlesungen, Manifestationen, Demonstrationen und Ausstellungen zeugen. Das Pintorarium ist eine Brutstätte zur Heranbildung der schöpferischen Elite. Das Pintorarium ist eine Anstalt, in der pintoriert wird (Pintorr). Das Pintorarium ist nicht nur eine Schule des Malens, sondern insbesondere eine Schule des Denkens und des Lebens auch. Das Pintorarium ist ein Geistesplateau, dem eine Pintorektion vorsteht, die berechtigt ist, an eine Anzahl von hochqualifizierten schöpferischen Personen Lehrkanzeln zu vergeben. Diese Lehrkanzeln dienen jedoch nicht dem Unterricht, sondern der gestaltenden autonomen Konzentration. Es sind Schaukelstühle, deren Funktion denen der Badewannen und Betstühle ähnelt. Das Pintorarium ist allen schöpferischen Personen eine Heimstatt ohne Diskriminierung bezüglich der Künste, Kunstrichtungen und Philosophien, Architektur, Dichtung, Film, Musik etc. etc. Nur wird die wunderbare Malerei und deren befruchtende philosophische Vielfalt die Zentralsonne sein, die das Pintorarium durchflutet. Die drei Unterzeichneten (Pintorektoren) sollen keine Vormachtstellung einnehmen, auch nicht beispielgebend sein, sondern nur das Bewußtseinwerden einer niemals abreißenden und sich verzweigend vermehrenden Kette von gleichberechtigten schöpferischen Tätern verkörpern. Grundsatz des Pintorariums ist die individuelle Autonomie. Nacheiferungen sind untersagt. Vorbilder gibt es nicht. Studierende, Lernende und Schülernde finden im Pintorarium weder Halt noch Ansatzpunkt. Ihnen wird kein Strohhalm gereicht [...]?. - Versandbedingt gefaltet. Wenige kl. Randläsuren bzw. -einrisse. - Archiv Sohm, S. 126 (m. Abb.).
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[1961] - Prachensky, Markus:
Ausstellung Prachensky [...]. Peintures récentes de Markus Prachensky - Wien. Mit dem für diese Ausstellung im Mai 1961 gemalten Bild ?Retournons à la peinture? [Zurück zur Malerei]. (Nebst dem gleichnamigen ?Manifest der Malerei Aschaffenburg April 1961?). Karlsruhe, Galerie Rottloff, 1961. Plakat auf rotem Papier (49,8 x 69,5 cm). Wichtiges Ausstellungsplakat mit dem Erstdruck des Manifests ?Retournons à la peinture? [Zurück zur Malerei]. Die Ausstellung wurde am 6. Mai 1961 durch Monsignore Otto Mauer eröffnet. Mauer eröffnete 1954 in Wien die Galerie St. Stephan (ab 1964 Galerie nächst St. Stephan): ?Ende der Fünfzigerjahre wandte sich Otto Mauer stärker dem Informel zu: die Galerie St. Stephan wurde Bezugspunkt und Forum für Oswald Oberhuber, Wolfgang Hollegha, Josef Mikl, Markus Prachensky, Arnulf Rainer, Maria Lassnig und andere. Gleichzeitig knüpfte Otto Mauer, europaweit als Redner, Sammler, Organisator und Künstlerfreund bekannt, die internationalen Kontakte der Galerie und initiierte einen regen Austausch mit der internationalen Avantgarde.? (Wikipedia). - Versandbedingt mehrf. gefaltet. Knickspuren u. (bes. die unbedruckte Rückseite) lichtrandig. Wenige kl. (Rand-)Läsuren.
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Brauer, Arik:
Brauer. Paintings and Watercolors. Exhibition from November 14. to December 2. 67. Landau-Alan Gallery, 166 Madison Avenue New-York. Wien, Ing. Donnerer, 1967. Farb. lithogr. Plakat (60,7 x 42,3 cm). Seltenes Ausstellungsplakat mit der Farblithographie ?Mondkapsel? (Moon Capsule). - Unterer Rand der Darstellung im Druck bezeichnet ?reproduction and printing management by ing. donnerer vienna?. - Ecken u. oberer Rand mittig m. kl. Einstichen. Wenige winzige Randläsuren.
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