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Titelbeschreibung
Oppenheimer, Max - gen. Mopp - 1885 Wien - New York 1954:
Maria Eis. Frauenkopf nach rechts. _. Lithographie,1935, auf cremefarbenem Japan-Bütten, im Stein signiert und mit Bleistift als "Probedruck" bezeichnet. Blattgröße 52,2:38 cm. - Knickfalte im unteren Bereich des Blattes, leicht braunfleckig und Spuren von Rötel. Probedruck mit Bleistiftkorrekturen und zur Übertragung auf den Stein ist der Papierbogen verso gerötelt. Literatur: Nicht mehr bei Stix/Osborn; Papst L 25 (hier fälschlich als Portrait von Milena Hutter (1900-1983) aufgeführt). Die Vorzeichnung zur Lithographie befindet sich in der Sammlung Michael Papst, München. Das Bildnis zeigt Maria Eis (1896 Prag, Österreich-Ungarn - Wien 1954) eine österreichische Kammerschauspielerin und Filmschauspielerin. In der Zeit von 1918 bis 1923 trat sie in Wien an der Neuen Wiener Bühne, der Renaissancebühne und den Kammerspielen auf. Danach ging Maria Eis nach Hamburg und spielte dort bis 1932 am Thalia Theater und am Deutschen Schauspielhaus. Nach Wien zurückgekehrt, begann ihre eindrucksvolle Karriere als Charakterschauspielerin und Tragödin am Burgtheater, dem sie bis zu ihrem Tode als Ensemblemitglied angehörte. Ihre Auftritte als Elisabeth I., Lady Macbeth, Sappho, Iphigenie und Medea verdienen besondere Erwähnung. Ab 1935 konnte Maria Eis auch als Filmschauspielerin reüssieren und wirkte in gut zwei Dutzend Spielfilmen mit. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 konnte sie nur noch mit einer Sondergenehmigung spielen, da sie mit einem "Halbjuden" verheiratet war. Eis versteckte den Souffleur des Burgtheaters Maximilian Blumenthal eine Zeitlang in ihrer Wohnung, doch am 5. März 1941 wurde er in ein Vernichtungslager deportiert, ebenso dessen Frau Anna im Oktober 1942 nach Maly Trostinec. Maria Eis stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. Max Oppenheimer ist von 1900-1903 Schüler der Akademie der bildenden Künste in Wien und von 1903-1906 der Prager Kunstakademie. Hier schließt er sich 1906 der Gruppe ?OSMA? an, eine der ersten Vereinigungen tschechischer Avantgardisten. 1907 kehrt er nach Wien zurück, wo er zum Kreis des ?Wiener Expressionismus? gehört. Stilistisch haben ihn Oskar Kokoschka (1886-1980), Egon Schiele (1890-1918) und Albert Paris Gütersloh (1887-1973) beeinflusst. 1911-1915 ist er in Berlin tätig und Mitarbeiter der Zeitschrift ?Die Aktion? und nimmt kubistische Elemente in seine Arbeiten auf. Es folgt ein Aufenthalt in der Schweiz von 1915-1925, wo seine Auseinandersetzung mit der Musik beginnt (Bildnisse von Musikern, ?Musik und Malerei?, 1919). 1931 kehrt er nach Wien zurück, 1938 emigriert er in die USA, wo er in New York bis zu seinem Tode zurückgezogen lebt. 1940 veranstaltete die Galerie Nierendorf, New York eine Ausstellung mit ihm, auf der die Gemälde ?Tilla Durieux?, ?Geisselung? und ?Der Weltkrieg? gezeigt werden.
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